Nicht für alle. Für die Richtigen.
Wenn ich eine Immobilie vermarkte, frage ich mich nicht zuerst:
Wie bekomme ich möglichst viele Interessenten?
Mich interessiert eine andere Frage:
Für wen könnte genau dieses Haus das richtige sein?
Denn Immobilien sind unterschiedlich – und Menschen auch.
Ein ungewöhnlicher Grundriss kann für die eine Familie völlig ungeeignet sein und für eine andere genau das bieten, wonach sie lange gesucht hat. Ein kleines Haus ist nicht einfach „zu klein“. Vielleicht ist es genau richtig für jemanden, der bewusst weniger Fläche möchte. Und wo der eine bei einem sanierungsbedürftigen Haus nur Arbeit sieht, entdeckt der andere die Möglichkeit, etwas ganz Eigenes daraus zu machen.
Deshalb genügt es für mich nicht, in einem Inserat Quadratmeter, Zimmer und Ausstattungsmerkmale aufzuzählen.
Natürlich müssen die Fakten stimmen. Das ist selbstverständlich.
Aber ein gutes Exposé sollte noch etwas anderes können:
Es sollte den richtigen Menschen ermöglichen, sich in einer Immobilie wiederzuerkennen.
Dafür muss ich zunächst verstehen, was ich eigentlich vor mir habe. Was kann dieses Haus? Wo liegen seine Grenzen? Und für wen könnten gerade seine Besonderheiten interessant sein?
Manchmal erinnert mich das an ein Kaleidoskop. Die einzelnen Teile bleiben dieselben. Aber wenn man den Blickwinkel verändert, entsteht plötzlich ein ganz anderes Bild.
Vielleicht ist das einer der Gründe, warum ich Immobilien auch nach so vielen Berufsjahren noch spannend finde.
Es geht eben nie nur um Häuser.
Es geht um Häuser und die Menschen, zu denen sie passen.
Das ist das Tornowski-Prinzip.
Fachkompetenz ist wichtig. Menschlichkeit ist unverzichtbar.



